FußballSempf zum Glubb

Umkehr der Fußballkunst

#56 – 09.02.2026

Samstag, 07.02.2026 – SC Paderborn – 1.FC Nürnberg . 2:1 (2:0)

Tja, das war’s dann ja wohl auch nicht. Hat der FCN die beiden Spiele zuvor einen wahren Chancenwucher betrieben und mit Toren gegeizt, kam an diesem Samstag in Paderborn leider nur der Geiz an Chancen dazu. Und ohne Chancen und Tore steht dann unter dem Strich dann eine Niederlage, die schon lange nicht mehr so verdient war, wie beim Trauerspiel in Paderborn.

Von Anfang an fehlte der Mannschaft von Miroslav Klose der Zugriff aufs Spiel. Man hatte den Eindruck, die fränkischen Fußballer liefen als Begleitkommando den Gastgebern nur hinterher. Völlige Fehlanzeige herrschte, wenn man auf FCN-Seite nach dem Versuch der Spielkontrolle suchte. Gesamte Mannschaft mit dem falschen Bein aufgestanden, konnte man meinen.

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Nach einer knappen halben Stunde nahm das Schicksal seinen Lauf. Denn wenn man des Öfteren Fußball schaut, weiß man: Wird der Schiedsrichter nach einer strittigen Strafraumszene erst einmal nach draußen zum Videomonitor gerufen, folgt in 99,99% auch der Elfmeterpfiff. Anders war es auch an diesem Samstag nicht. Und weil die Gastgeber nur wenige Minuten später die nächste Lücke im Hühnerhaufen der Nürnberger Abwehr fanden, hatte man schon vor der Halbzeit das Gefühl, das Ding ist gelaufen.

Fast sollte sogar das Gefühl aufkommen, Miroslav Klose hätte seinem Team vor dem Spiel eröffnet, dass er seinen Vertrag in Nürnberg nicht verlängern wird. Anders war – für jemanden, der die letzten eher unglücklichen Auftritte der Mannschaft verfolgt hatte – dieser Mangel an Einsatz unten auf dem grünen Rasen fast nicht zu erklären. Statt für Selbstbewusstsein zu sorgen, schien der Chancenwucher der letzten beiden Wochen zu einer Art Hoffnungslosigkeit geführt zu haben – statt sich zu sagen: Einfach weitermachen, irgendwann wird das Ding schon reingehen.

Spätestens nach der höchst umstrittenen roten Karte gegen Raphael Lubach nach einer knappen Stunde war der Drops dann gelutscht. Paderborn tat nicht mehr als nötig, um den Vorsprung über die Zeit – und lange schien das gar nicht viel, was die Hausherren im Sinne dieses Unterfangens an den Tag legen mussten.

Erst nach dem Anschlusstreffer aus dem Nichts kam dann noch einmal der Hauch eines Aufbäumens in der Nürnberger Mannschaft auf. Und tatsächlich hätte der eingewechselte Adiano Grimaldi kurz vor dem Schluss dann tatsächlich auch noch für einen Punkt aus dem Nichts gesorgt. Sein Kopfball landete jedoch direkt in den Armen des Paderborner Keepers und der FCN trat die Heimreise ohne jedes Gepäck an. Nächste Woche gegen Karlsruhe muss so ziemlich alles besser werden, damit es für Zählbares reicht.

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