FußballSempf zum Glubb

Eine Blaupause der letzten Woche

#55 – 02.02.2026

Freitag, 30.01.2026 – 1.FC Nürnberg – Preußen Münster . 1:1 (0:0)

Wie viel Chancenwucher kann man eigentlich betreiben? Und der FCN so: Ja, und wie! Und noch viel mehr! Was die Mannschaft von Miroslav Klose gegen Preußen Münster am frühen Freitagabend allein in der ersten halben Stunde an Chancen hat liegen lassen, geht im Grunde auf keine Kuhhaut. Im Minutentakt lag der Torschrei auf den Lippen und erstarb dann doch in letzter Sekunde in Fassungslosigkeit.

Mit zunehmender Zeit wuchsen dann zwei Gefühle in der rot-schwarzen FCN-Brust. Zum einen das gute Gefühl, dass der Ball schon irgendwann reingehen wird müssen, zum anderen die Befürchtung, dass das Heimspiel gegen Münster zur Blaupause des Auftritts in Darmstadt werden wird und man am Ende ohne zählbaren Erfolg dasteht.

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Nun, sie sollten beide irgendwie Recht behalten, die Gefühle. Denn natürlich fand der Ball dann in der zweiten Halbzeit doch noch irgendwie den Weg ins Gehäuse der Gäste. Hochverdient und mit der Hoffnung, dass der Dosenöffner nun gefunden sei.

Aber eben genau Letzteres war dann doch mehr Hoffnung als Realität. Denn kaum war das 1:0 erzielt, drehte Münster plötzlich auf und brauchte auf der anderen Seite nicht viel mehr als eine einzige Chance, um zum Ausgleich zu kommen. Manchmal möchte man doch gerne wissen, was im Kopf eines Fußballers so alles vor sich geht. Da gestaltet man das ganze Spiel hoch überlegen, belohnt sich dann endlich für die Mühe und kaum ist dies geschafft, läuft man dem Gegner nur noch hinterher und kriegt keinen Fuß mehr auf die Erde. Denn unter dem Strich durfte man auf Nürnberger Seite froh sein, dass die Gäste nicht noch zum Sieg getroffen haben – die Chancen waren jedenfalls plötzlich da.

Und so steht man am Ende der 90 Minuten irgendwo zwischen Baum und Borke. Denn natürlich ist ein Unentschieden gegen Preußen Münster im heimischen Max-Morlock-Stadion nicht das, was man sich vor Spielbeginn ausgemalt hatte. Doch Fußball ist Ergebnissport und für die Überlegenheit und die vielen Chancen, die man sowohl vor Wochenfrist in Darmstadt als auch nun im Heimspiel gegen Münster an den Tag bzw. den Abend gelegt hatte, kann man sich unter dem Strich nichts kaufen.

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