FußballSempf zum Glubb

Matchwinner Scobel

#53 – 19.01.2026

Samstag, 17.01.2026 – 1.FC Nürnberg – SV Elversberg . 3:2 (0:1)

Er kam, traf und siegte. Bei seinem Startelfdebüt traf Youngster Piet Scobel gleich doppelt und beschert dem Club einen hart umkämpften, doch unter dem Strich verdienten Sieg zum Rückrundenauftakt. Bemerkenswert ist dabei die Tatsache, dass der junge Mann aus dem hohen Norden nie aufgegeben hat und sich am Ende selbst belohnen durfte.

Dass das neue Jahr nicht unbedingt alles neu macht, zeigte sich am Samstag im Max-Morlock-Achteck vor allem in der ersten Halbzeit mal wieder zu deutlich. Als habe es den Jahreswechsel nie gegeben, stürmte der FCN aufs gegnerische Tor und vergab dabei Chance um Chance. Neues Jahr, altes Problem also. Die Namen derer aufzuzählen, denen kurz vor dem Abschluss die Nerven versagten, spare ich mir an dieser Stelle. Nur so viel sei erwähnt: Auch Piet Scobel reihte sich hier zunächst mühelos ein.

Ähnliche Artikel

Ebenfalls bestens bekannt und im neuen Jahr nicht anders: Der Glubb stürmt und hat die Chancen, doch der Gegner macht das Tor. Kurz vor der Halbzeit war es soweit und wäre man kein jahrelang leidgeprüfter Glubfan, man hätte nicht glauben können, dass die Gäste aus dem Saarland mit einer Führung in die Pause gingen. Einen einzigen zu Ende gespielten Angriff hatten sie dafür benötigt.

In Halbzeit zwei belohnte sich die Mannschaft von Miroslav Klose endlich für ihren Aufwand. 56 Minuten waren gespielt, als Julian Justvan endlich ins gegnerische Tor traf. Die Freude war groß, die Zuversicht riesig und hielt doch nur neun Minuten. Denn dann stachen die Gäste wieder zu. Und wieder quasi aus dem Nichts. Und wieder lag der FCN hinten. New year, same old problems.

Dass es innerhalb der jungen Mannschaft vom Weltmeistertrainer stimmt, zeigte sie an diesem Samstag im kalten Stadion. Aufgeben war keine Option. Die Erinnerung an den Fehlstart zu Saisonbeginn ist noch zu frisch. Nicht gleich wieder mit einer Niederlage starten. Und so blies man eben zum Spektakel.

Auftritt Nummer eins: Piet Scobel. Raphael Lubach hatte nach feiner Einzelleistung aus der Distanz nur den Pfosten getroffen, doch was in der ersten Halbzeit nach Justvans Aluminiumtreffer noch schief ging, passte dieses Mal. Scobel hielt die Rübe hin und in der 71. Minute hieß es 2:2.

Und natürlich wartet und zittert man als Clubfan dann in selbsterfüllender Prophezeiung vor dem erneuten Gegentreffer, der dann fünf Minuten vor Spielende tatsächlich an die weit geöffnete Tür klopft. Doch Julian Reichert hält den geschenkten Elfmeter der Gäste und Piet Scobel wartet ja noch auf seinen zweiten Auftritt.

Auftritt Nummer zwei: Butterweiche Flanke von Berkay Yilmaz von der linken Seite ins Sturmzentrum. Dort schraubt sich Lockenkopf Scobel am höchsten und trifft in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer. Verdient, glücklich, erkämpft, wichtig, überragend – alles zusammen.

Der Club startet mit einem Sieg in die Rückrunde und klammert sich auf Platz acht weiter als Nummer eins der unteren Tabellenhälfte fest. Bis zu Platz drei sind es weiterhin neun Punkte. Der Vorsprung auf Platz 16 beträgt weiterhin sechs Zähler. Mehr muss man zur aktuellen Tabellensituation nicht sagen.

Ähnliche Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"
WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner