FußballSempf zum Glubb

Das Quäntchen, das noch fehlt

#54 – 26.01.2026

Freitag, 23.01.2026 – SV Darmstadt 98 – 1.FC Nürnberg . 2:0 (0:0)

Es hätte so ein schöner Start ins Wochenende werden können. Im zweiten Spiel der Rückrunde startete der Club auch beim Spitzenteam aus Darmstadt forsch und frech und zeigte sich in der ersten Halbzeit nicht nur auf Augenhöhe, sondern stellte die Gastgeber durchaus vor so manch heikle Aufgabe. Indes: Es fehlte – mal wieder – an der Chancenverwertung.

Beste Möglichkeiten wurden vergeben und im Grunde weiß man nicht einmal, warum. Bis zum letzten Abschluss läuft der Ball und landet dann doch entweder in den Armen des gegnerischen Keepers oder irgendwo weit jenseits des Gehäuses, in das der Ball eigentlich hinein muss.

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Es ist dies das Sinnbild für das, was dem FCN auch in dieser Saison noch fehlt, um ganz oben angreifen zu können. Zwar hat man sich nach dem hundsmiserablen Saisonstart inzwischen gut berappelt, seinen Weg gefunden und wird – wenn die Welt nicht untergeht – in dieser Saison mit dem Abstieg nichts zu tun haben, doch für ganz oben reicht es eben noch nicht. Das hat man in der zweiten Halbzeit in Darmstadt dann deutlich gesehen.

Die Hessen ziehen mal kurz das Tempo an, besinnen sich auf ihre Stärken und lassen die Nürnberger Hintermannschaft zwei Mal alt aussehen. An die Adresse der Mannschaft von Miroslav Klose heißt dies: Mithalten bedeutet nicht besser zu sein. Denn in der zweiten Hälfte war Darmstadt eindeutig das bessere Team und hat den am Ende ungefährdeten Sieg verdient eingefahren.

In Nürnberg muss man jetzt eben weiter seine Hausaufgaben machen. Und sich Teams wie Darmstadt mal genauer ansehen. Die Hessen haben nicht unbedingt eine breiter oder besser aufgestellte Mannschaft oder bessere Einzelspieler. Sie haben einfach ein Team, das im Kern seit mehreren Jahren zusammenspielt – und entsprechend eingespielt ist. Ein Team, das weiß, wo es hakt und was man dagegen tun kann, wenn es – wie gegen Nürnberg in der ersten Halbzeit – brenzlig wird. Es herrscht gegenseitiges Vertrauen und der gemeinsame Wille, am Ende als Sieger vom Platz zu gehen.

Nun will ich der Mannschaft von Miroslav Klose mit Sicherheit den Siegeswillen nicht absprechen. Das kleine Quäntchen, das dem Team in rot-schwarz noch fehlt, ist die Fähigkeit, diesen Willen mit den entsprechenden Mitteln und Stellschrauben auch in die Tat umzusetzen.

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