FußballSempf zum Glubb

Ein Fußballfest gegen Karlsruhe

#57 – 16.02.2026

Freitag, 13.02.2026 – 1.FC Nürnberg – Karlsruher SC . 5:1 (3:0)

An einem Freitag, den 13. soll es ja mitunter etwas schwieriger sein mit dem Glück. Und obwohl Flutlichtspiel im Max-Morlock-Stadion immer das Potential auf besondere Abende haben, musste man vor dem Duell gegen Tabellennachbar Karlsruhe sicher zuerst den Blick mal darauf richten, wie der sparsame Auftritt der Klose-Truppe in Paderborn aufgearbeitet worden war.

Geholfen hat hier mit Sicherheit die Nachricht von der langersehnten Unterschrift des Übungsleiters unter einen neuen Vertrag. Das Ganze war längst zur Hängepartie geworden und am Ende nun doch mit einem Happy End. Miroslav Klose bleibt dem FCN weiter erhalten und alle atmen auf.

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Im Spiel gegen die Badener, die schon vor dem Spiel in einer handfesten Ergebniskrise steckten, merkte man vom Aufatmen beim Glubb zunächst nichts. Beide Mannschaften agierten vorsichtig und schienen merkwürdig gehemmt. Echte Torchancen waren auf beiden Seite zunächst absolute Mangelware.

Das änderte sich dann schlagartig nach 25 Minuten. Nach Verwirrung in der KSC-Hintermannschaft behielt Julian Justvan die Übersicht und schob unter kräftiger Mithilfe einer Bodenwelle im Max-Morlock-Grün zur 1:0-Führung ein. Das Schöne und Wichtige: Keine drei Minuten später legte er nach und zimmerte das Leder aus kurzer Distanz unter die Latte des Karlsruher Gehäuses.

Den nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzenden Gästen war das Genick somit gebrochen und als Mohamed Ali Zoma in der 41. Minute zum 3:0 traf, gingen die Köpfe endgültig nach unten. Jeder Schuss ein Treffer konnte man auf Nürnberger Seite in etwas zusammenfassen.

Und dies ging auch in Durchgang zwei in etwa so weiter. Wenn Zoma in der Nähe war, brannte es im Strafraum des Sportclubs lichterloh. Und so brauchte der Italiener selbst nach dem zwischenzeitlichen 1:4 der Karlsruher nur sieben Minuten, ehe der alte Abstand wieder hergestellt war und der Ofen für die Gäste endgültig erlosch.

Der Rest des Abends war ein Fußballfest, wie man es in dieser Saison bisher nicht erlebt hatte und wie es passender als zur Vertragsverlängerung von Miroslav Klose auch gar nicht hätte kommen können. Eben jener Übungsleiter hatte vor dem Spiel übrigens verlautbart, dass der Sieger des Abends nach dem Spiel tabellarisch nach oben schauen könne, der Verlierer den Blick aber noch mal unten richten müsse.

Nun ist es mir persönlich ziemlich wuppe, was die Fanfreunde der Hertha in Sachen Abstiegskampf noch unternehmen. Zur Wahrheit gehört auf, dass Fußballfeste nur dann etwas bringen, wenn man sie fortsetzt und am besten nie enden lässt. Dummerweise zeigt der Club in dieser Saison stets verbunden mit Heim- und Auswärtsspiel seine zwei Gesichter. Daheim hui, auswärts pfui. Will man beim Glubb in dieser Saison wirklich nur noch nach oben schauen, muss dieses Pfui in fremden Stadien endlich abgestellt werden. In Bochum und bei der Hertha hat man an den folgenden zwei Wochenenden die besten Gelegenheiten dazu.

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