Kunst und Schmerz

Dieser Tage bin ich über ein Interview mit Bastian Pastewka gestolpert. Und ich bin hängen geblieben. Dass Comedy, wenn wirklich gut gemacht, harte Arbeit ist, brauche ich wohl kaum zu erzählen. Wenn es etwas gab und gibt, dass ich nie gekonnt habe und wahrscheinlich auch nie können werde, dann ist es Comedy.
Umso bemerkenswerter fand ich seine Worte. Er ist der Clown, der weint. Und er bringt die Dinge auf den Punkt. Gerade in Tagen wie diesen, dunkel und schwer, traurig bis ans Ende der Welt, ist es ein kleiner Schimmer am Horizont, wenn da jemand kommt und die Dinge ausspricht für die man so lange so sehr nach Worten gesucht hat.
Kunst kommt immer nur daher, dass man etwas erschafft, was man nur selber weiß, kann, will, malt, singt, spricht, dichtet und so weiter. Ich glaube ein Großteil der Menschen, die wirklich etwas zu sagen haben, haben Schmerzen. Die verstecken sich drei Tage, die hören erstmal in sich rein, was da ist und das, was dann kommt: Das wird interessant!
Bastian Pastewka
Denn alle Anderen, die sozusagen einem Trend nachlaufen oder irgendwelche tollen Sachen in die Kamera halten, weil sie wissen, sie werden dafür bezahlt… Diese Menschen machen etwas, weil sie sich im Spiegel der anderen sehen.
Und wenn du das tust, ist es möglicherweise das Ende von Kunst. Nein, es ist mit Sicherheit das Ende der Kunst. Vielleicht aber auch die Unmöglichkeit, sich selbst tatsächlich jemals zu begreifen. Und das ist eine der schönsten Herausforderungen, die es gibt.