REVOLVER – Lagebericht

Jeden Tag passieren auf unserer Welt unzählige schlimme Dinge. Menschen sterben, weil sie umgebracht werden – egal, ob im Krieg oder in Gegenden, die als friedlich gelten. Unser Planet stirbt, weil wir Menschen nicht einsehen wollen, dass wir über unsere Verhältnisse leben. Die Despoten vermehren sich wie Unkraut, weil Rücksichtslosigkeit auch Menschlichkeit einfach platt macht. Und wir nehmen es hin. Weil wir gar nicht anders können. Weil die Dinge, die wir ändern müssten, so sehr in der Überzahl sind, dass wir gar nicht mehr wissen, wo wir anfangen sollen.
Und trotzdem gibt es die Themen, bei denen ich mein Maul dann doch nicht halten kann. Bei denen es nur so aus mir herausplatzt. Themen, bei denen man zumindest den Mund aufmachen muss, wenn auch sonst nicht mehr viel hilft.
Eigene Meinung ist wichtig und muss akzeptiert werden. Sie muss ausgehalten werden, so lange sie die Rechte anderer Menschen nicht verletzt und untergräbt. Und sie kann auch mal weh tun, wie der Schuss aus einem Revolver. Wichtig bleibt, die eigene Meinung nicht mit der einzig gültigen Wahrheit gleichzusetzen. Es kann und darf und muss auch unterschiedliche Meinungen geben. Eine Einsicht, die wir in großem Umfang leider verlernt haben. Meine Meinung bleibt dennoch meine Meinung.

  • Den Bogen überspannt

    König Fußball? Das war einmal… Heute heißt es doch längst König Geld! Und mit ein wenig Gespür für die Sache und als jahrelanger Fußballfan beschlich einen schon während der gerade vergangenen Weltmeisterschaft des Öfteren das Gefühl: Es reicht. Bei aller Wertschätzung für die sportlichen Leistungen, bei aller Liebe und Euphorie, die Fans aus der ganzen Welt mit in die Stadien brachten – es blieb ein bitterer Beigeschmack. Der Kommerz hatte überhandgenommen, das eigentliche sportliche Ereignis war – vor allem im Endspiel – schon viel zu sehr in Hintergrund gerückt.

    Doch es gab und gibt da einen Mann, den ficht das alles nicht an. Grinsend hält er seine polierte Glatze selbst dann ins Fernsehbild, wenn das ganze Stadion pfeift. Von Transparenz oder gar Einsicht hat er noch nie viel gehalten und als ihm nach der WM die Sache zu bunt wurde, holte er zu einem Gegenschlag aus, der mindestens genauso lächerlich war, wie der von ihm geschaffene Friedenspreis für Donald Trump.

    Spätestens mit dem Mega-Turnier in den USA, Kanada und Mexiko hat sich FIFA-Boss Gianni Infantino zum Diktator des Fußballs aufgeschwungen. Er ganz allein weiß, was gut für das Spiel ist. Er ganz allein ist Heiland und der Messias des Fußballs in Personalunion. Und war etwas anderes behauptet, ist eben ein Miesepeter, der nicht sehen will, wie viele Milliarden ER ganz allein, dem Fußball auf der Welt schon beschert hat.

    Ginge es nach Infantino würde die Presse der gesamten Welt ab sofort nur noch Mitteilungen der FIFA als einzige Wahrheit verbreiten. Ginge es nach Infantino, sind Trinkpausen auch in den Wintermonaten in Nordeuropa dringend notwendig. Ginge es nach Infantino, verhandeln Staatsmänner nach Schlusspfiff am Telefon, welche Schiedsrichterentscheidungen nach dem Spiel bestehen bleiben und welche aufgehoben werden. Ginge es nach Infantino, würden am Ende gerne Investoren entscheiden dürfen, welches Land auf unserem Planeten denn nun dringend endlich mal Weltmeister werden müsste.

    Gerade jedoch im letzten Fall scheint Infantino sich seiner Sache zu sicher gewesen zu sein. An diesem Punkt scheint der Bogen nun wirklich überspannt. Die UEFA droht mit Boykott, der Nord- und Mittelamerikanische Fußballverbund CONCACAF folgt und als Fan eines Zweitligisten in Deutschland kann man nur sagen: Endlich! Denn auch, wenn ich hier im zweiten Satz des Absatzes bewusst das Wort »scheint« gewählt habe, gibt es vielleicht doch noch so etwas wie Hoffnung. Auch die Herren Funktionäre »scheinen« – ausgenommen sind hier Herr Infantino und seine unmittelbaren Gefolgsleute – noch so etwas wie rote Linien zu haben.

    Spannend wir die Geschichte erst, wenn es wirklich zum Eklat kommt. Wenn links und rechts die größtmöglichen Drohkulissen aufgebaut werden und es am Ende trotzdem zu einer knappen Mehrheit für Infantinos Investoren-Trump-Deal kommt. Was passiert dann? Wirklich eine WM ohne europäische Nationen?

    Gerade an diesem Punkt bleiben Zweifel. Zu sehr ist das Einknicken des DFB noch bei der WM 2022 im Gedächtnis, wo es am Ende nicht mal mehr um die Sache ging, sondern allein darum, ob ein Prostest vielleicht nur dann ein Protest sein kann, wenn er am Ende auch wehtun kann. Der DFB hat das 2022 anders gesehen und ist – übrigens völlig unnötig – eingeknickt. Die FIFA drohte mit Punktabzug und am Ende hätte dieser am Ausscheiden der deutschen Mannschaft auch nichts geändert.

    Es bleibt also spannend, wie lange die UEFA ihr Rückgrat aufrecht hält und ob es zur echten Eskalation kommt. Oder ob Infantino das Grinsen vergeht und er vielleicht sogar merkt, dass er an dieser Stelle zu weit… ach, nee – Stopp! Das wäre ja absurd.

    Und ja, absurd ist auch das ganze Theater. Viel zu lange schon! Wie gerne rühmt sich der Fußball, unpolitisch zu sein?! Er ist es nicht. Die Funktionäre beweisen es gerade erneut. Wo Geld ist, gibt es Interessen. Wo es Interessen gibt, gibt es Konflikte. Wo es Konflikte gibt – ach, hör mir auf – kommt am Ende Krieg heraus. Beim Fußball zum Glück – noch – auf anderer Ebene. Doch dem Spiel selbst tut es schon jetzt nicht mehr gut. Und kommt die Eskalation, kann es den Fußball zerreißen. Dann haben wir am Ende vier Weltmeisterschaften – verschiedener Verbände, wie wir es vom Boxen kennen. Na, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank, Herr Infantino!

    Mögen die Kontinentalverbände also bitte zur Vernunft kommen, den Vorschlag des Schweizer FIFA-Bosses ablehnen und ihn dann gleich in die Wüste zu seinen katarischen und saudi-arabischen Freunden schicken. Ob es danach besser wird? Nein, bestimmt nicht. Aber es verzögert den Prozess ein wenig und wenn ich Glück habe, bin ich längst tot, ehe die Lawine wirklich losgetreten wird, die da jetzt schon in Schweizer Alpen hängt.

  • CDU und Familie passt halt nicht

    Es hat dann doch schon einen gewissen ironischen Beigeschmack, dass Jens Spahn mit seinem Rücktritt als CDU-Fraktionschef ausgerechnet über ein Familienthema stolpert. Zusammen mit seinem Ehemann hat er eine Leihmutter in den USA ein Kind austragen lassen. Ein Vorgehen, mit dem Spahn kein deutsches Gesetz gebrochen hat und das doch trotzdem in Deutschland so nicht möglich gewesen wäre. Denn Spahn selbst hatte mit seiner Partei noch im Februar 2025 dagegen gestimmt, dass die Vermittlung von Leihmüttern in unserem Land nicht mehr unter Strafe gestellt wird. Und auch Ärzte, die in Deutschland eine Leihmutter medizinisch betreuen, machen sich in Deutschland strafbar, weil die CDU es so will.

    Und so ist es eben ausgerechnet ein Familienthema, das die CDU in die Bredouille bringt. Wo Familie den Konservativen doch so wichtig ist. Tut mir leid, wenn ich da eine gewisse Schadenfreude nicht verbergen kann. Zeigt sich in diesem Fall doch mehr als deutlich, dass die verquasten und veralteten Ansichten so mancher Christdemokraten mit dem echten Leben der heutigen Zeit nicht mehr viel gemeinsam haben. Das gilt übrigens nicht nur für die Familienpolitik.

    Für Spahn ist die eigene Doppelmoral nun zum Stolperstein geworden. Er hat es verpasst, sich im Februar zu Wort zu melden, denn zu dem Zeitpunkt wird die Leihmutter bereits schwanger gewesen sein und Jens Spahn um seine bevorstehende Vaterschaft gewusst haben. Doch statt offen und ehrlich mal auf den Tisch zu klopfen, hat er gekuscht und den Mund gehalten. Er war ja schließlich nicht betroffen, denn er konnte es sich leisten, das Kind in den Vereinigten Staaten austragen zu lassen. Wie es den vielen Menschen in unserem Land geht, die vielleicht genau diesen Wunsch nach einer Familie hätten, es sich aber schlichtweg nicht leisten können, scheint dem Herrn Politiker egal zu sein.

    Wundert es dann noch, wenn die Menschen sich abwenden? Wenn sie sehen, dass die Anzugträger Wasser predigen, aber Wein in Hülle und Fülle saufen?!

    Jens Spahn schien bisher ein Politiker, dem so gut wie nichts etwas anhaben kann. Die Maskenaffäre zu Corona-Zeiten. Die gescheiterte Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf zur Verfassungsrichterin. Seine guten Kontakte zu rechtsextremen Vordenkern. All das ist an Jens Spahn abgeprallt, als habe er ein unsichtbares Schutzschild. Gestolpert ist er nun etwas, das niemand mit halbwegs gesundem Menschenverstand als nur annähernd so schlimm empfindet, wie die vorherigen Vergehen. Soll er doch Vater eines Kindes einer Leihmutter werden. Wer will einem Menschen schon verbieten, glücklich zu werden?

    Nun, Jens Spahn hat es mit seiner Partei getan – im Februar. Und deshalb gebührt seinem Rückstritt auch kein Respekt, wie ihn viele Politiker nun heute eilig formuliert haben, sondern ein kräftiges und lautes: »Ätsch! Selbst schuld!«

  • Am Leben vorbei

    Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass unser Bundeskanzler Friedrich Merz und seine Regierungsmannschaft den genauen Blick auf das Leben ihrer Bürger verloren haben, spätestens jetzt wäre er gegeben. Da stecken die Damen und Herren, die von sich behaupten, dass sie fähig sind unser Land zu führen, intensiv die Köpfe zusammen und am Ende kommt so eine gequirlte Kackscheiße wie die Krankmeldung vom ersten Tag dabei heraus. Wie weltfremd kann man eigentlich sein?

    Es ist daher kein Wunder, dass der Sturm der Entrüstung nicht lange auf sich warten ließ. Und er kam von allen Seiten. Vor allem die Ärzte fragen sich, wie sie den Ansturm von kranken Arbeitsnehmern in ihren ohnehin überfüllten Praxen noch bewältigen sollen. Vor allem auch deshalb, weil ja gleichzeitig die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden soll.

    Eiserner Vorsatz im Umgang mit Krankheiten war in unserem Land einmal: Wer krank ist, bleibt zu Hause im Bett. Die neue Vorgabe führt nun dazu, dass Menschen mit einer Erkältung oder gar einer Grippe keineswegs einfach im Bett bleiben und sich auskurieren, sondern dass sie sich in die Wartezimmer der Arztpraxen schleppen und ihre Viren und Bakterien schön in ihrer Nachbarschaft verteilen. Immerhin bekommen diese Patienten dann dafür gleich den Fünf-Tage-Schein. Denn wie sagt der Arzt dann gerne?
    »Gönnen Sie sich ein paar Tage Ruhe und kurieren Sie sich richtig aus.«
    Nichts ist es also mehr mit drei Tage ins Bett packen und am vierten Tag wird es dann schon irgendwie wieder gehen.

    Gar nicht erst anfangen möchte ich übrigens mit all den Leuten, denen man sowieso schon fast den Kopf abschlagen muss, damit sie mal einen Tag zu Hause bleiben. All die Menschen, denen man zubrüllen möchte: Bleib doch mit deinen Scheißviren einfach mal zu Hause und steck hier nicht die halbe Belegschaft an. Werden diese Leute in Zukunft zu Hause bleiben und statt zur Arbeit dann eben in die Arztpraxis gehen? Wohl eher im Gegenteil. Wer sich sowieso schon immer zur Arbeit schleppt, wird im Brustton der vollen Überzeugung sagen: »Wenn ich es bis zum Arzt schaffe, kann ich ja wohl auch arbeiten gehen.«
    Natürlich kann man. Und dann schön alle Kolleginnen und Kollegen anstecken und sich später darüber beschweren, weil die Arbeit der angesteckten und erkrankten Kolleginnen und Kollegen gleich noch mit erledigt werden muss.

    Die Intention unserer Bundesregierung ist klar. Nach ihrer Lesart krankt die deutsche Wirtschaft vor allem am Krankenstand der Arbeitnehmer. Erst wenn die Belegschaft in voller Stärke angetreten ist, kann das überbezahlte Management in trügerischer Ruhe weiter kräftig Fehlentscheidungen treffen. Schuld sind ja am Ende sowieso immer die anderen und wenn die es mal nicht sind, sind es eben die Umstände. Irgendetwas ist ja immer und da lässt sich unsere Regierung natürlich nicht lumpen und operiert zum wiederholten Male am eigentlichen Problem vorbei.

    Statt die Gründe und Ursachen des Krankenstandes zu beheben und endlich etwas gegen ständige Überlastung, schlechte Bezahlung und Fachkräftemangel zu tun, stellt man gegenüber den ohnehin Geforderten noch zusätzliche Forderungen auf. Wertschätzung, liebe Bundesregierung, sieht anders aus. Im Gegenteil: Mal wieder wird nur allzu deutlich, was immer wieder bestritten wird. Die inzwischen nämlich offensichtliche Meinung unserer Regierungsmannschaft, dass wir alle zu wenig leisten.

    »Tut uns leid, liebe Pflegekräfte, liebe Pädagogen und Pädagoginnen, liebe Ärzte und Ärztinnen, liebe Arbeiter und Arbeiterinnen, die ihr zwei Jobs stemmt, weil einer zum Leben nicht mehr reicht. Wir sehen, dass ihr euch bemüht, aber es reicht eben noch nicht. Wenn die Reichen unseres Landes nicht ganz schnell noch reicher werden, wandern eure Arbeitsplätze ins Ausland ab. Liebe Grüße, eure Bunderegierung.«

    Ja, und natürlich rudern Herr Merz und Herr Klingbeil nun auch nur einen Tag später schon wieder eilig zurück. Das sei ja alles gar nicht so gemeint gewesen und man müsse nun eben praktikable Lösungen für die Umsetzung suchen. Sie merken sehr schnell, dass sie gegen den aufkommenden Gegenwind nicht ankommen. Ein zahnloser Tiger hat eben nicht die Kraft, die dieses Land eigentlich bräuchte. Friedrich Merz ist der Julian Nagelsmann der Politik. Weil er selbst nichts kann, sucht er händeringend Leute für Elfmeterschießen. Wer wagt den nächsten Schuss?

    Dumm nur, wenn die Versuchsballons der Politik ihr Ziel ähnlich weit verfehlen, wie der Elfmeter von Jonathan Tah das Tor von Paraguay im Sechzehntelfinale der WM. Die Konsequenzen beim DFB kennen wir inzwischen. Es hat zwar ein paar Tage gedauert, doch am Ende hat Bundestrainer Julian Nagelsmann eingesehen, dass er nur als Ex-Bundestrainer dem großen Ziel noch helfen kann. Herr Merz, wann denken Sie endlich mal darüber nach, wie Sie unserem schönen Land noch helfen können?

    Foto Friedrich Merz: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=164836206

  • Hör mir auf mit WM

    Aller vier Jahre wieder diese Frage: Darf man als Fußballfan überhaupt noch WM gucken? Oder haben die Mächtigen nicht nur der Fußballwelt inzwischen viel zu sehr das Zepter übernommen?

    Zumindest auf die zweite Frage haben die Verantwortlichen des deutschen Fußballverbandes spätestens nach dem Debakel vor vier Jahren in Katar ihre eigene, ganz klare Meinung gefunden. Was nützt mir jedes politische Engagement, wenn am Ende der sprtliche Erfolg darunter leidet? Also verpasst man sich 2026 einen Maulkorb und hofft, dass kritische Fragen spätestens im Jubelsturm um den Weltmeisterpokal dann verstummen.

    Das kollektive Aufatmen unter der großen Schar der Sportjournalisten war bis in die katarische Wüste zu hören. Endlich soll es wieder nur um den geliebten Fußballsport gehen. Einreiseprobleme in die USA? Ach, hör mir auf, der Iran wird sowieso nicht Weltmeister. Und wer braucht schon einen Schiedsrichter aus Somalia?

    Ironisch betrachtet ist die Antwort also sehr einfach. Und natürlich gibt es aller Ehren wert noch immer vereinzelte Berichterstatter, die Scheiße als das bezeichnen, was sie ist: Scheiße!

    Alle anderen müssen sich nicht wundern. Esther Sedlacek und Thomas Hitzelsberger haben für die ARD eine selten inhaltsleere Vorab-Doku gedreht, in der sie zwar jede Menge (durchaus kritische) Fragen stellen, die Antwort jedoch durchweg schuldig bleiben. Umso schlimmer wird es dann, wenn Frau Sedlacek ihre eigene Doku zwar immer wieder mit Hinweis auf die Mediathek anpreist, gleichzeitig aber scheinbar vergisst, welche Fragen sie selbst sich nicht traut zu beantworten. Spätestens, wenn sie im Vorbericht zum ersten WM-Spiel dann noch in die Kamera grinst und freudestrahlend verkündet, dass sie sich auf diese „fantastische WM“ freut, verliert man dann jeden Glauben an das Gesagte.

    Wenn dann bei Magenta TV noch ein Bill Kaulitz als Experte auftaucht und seinen Senf zu all dem äußert, von dem er mit jedem Wort ersichtlich keine Ahnung hat,. ist der Punkt erreicht, an dem man sich fragt: Warum regt Ihr spießigen, sich hilflos um Publikum bemühenden und in erster Linie langweiligen und ahnungslosen Sportjournalisten eigentlich so auf? Wer am Anfang Staub aufwirbelt und dann doch adrett grinsend in die Kamera schaut, sobald der Dreck sich verzogen hat, verliert spätestens mit dem nächsten Satz jedes Gramm der Glaubwürdigkeit.

    Also: Wundert euch nicht. Wenn überhaupt noch WM gucken, dann mit der guten Gewissheit, dass es am Ende sowieso niemanden interessiert.

    Am Ende ist es dann sowieso, wie es immer ist: Jeder Mensch muss es für sich selbst entscheiden. Auch dann, wenn es am Ende wie bei mir ist und die Entscheidung ganz allein auf der Tatsache fußt, dass Bela Rethy endlich Geschichte ist, und die seit gefühlt hundert Jahren erste WM ohne ihn als Kommentar zu einer glorreichen Präsentation der Fußballkunst wird!

  • Nicht mehr meine Stadt

    Freitagabend, mitten im Sommer. Bis Mitternacht haben wir draußen gesessen. Eine illustre Runde, sehr interessante Menschen, ein wunderschöner Abend. Trotzdem kommt natürlich irgendwann der Moment des Abschieds. Die Nacht ist kurz, es ist Ende Juni. Man geht seiner Wege.

    Mein Weg führt mich auf die Greifswalder Straße. Da habe ich früher mal gewohnt. Hier war der Knaack Club, später oder auch noch gleichzeitig der Magnet Club. Rammstein hatten hier ihren Proberaum. Jetzt ist es irgendwann in der Nacht und diese Ecke Berlins ist definitiv tot.

    Keine Leute mehr auf der Straße, halb drei Uhr an einem Freitag Abend. Ich komme zur Haltestelle Hufelandstraße. Die nächste Tram kommt in 27 Minuten. Ist ja wie auf’m Dorf hier. Unterschied: Links und rechts von der Straße reiht sich ein Hotel an das nächste. Aber nicht etwa, dass in den Unterkünften noch Leben herrscht. Statt einer Rezeption gibt es am Eingang Tablets. Da kann man sich dann online einchecken. Die Tür öffnet sich automatisch, der Hotelbetreiber spart sich das Personal.

    Mir sind 27 Minuten Rumsitzen und auf die Tram warten zu lang. Also gehe ich zu Fuß zum Alex. Und obwohl rund um den Alexanderplatz in Sachen Nachtleben noch nie wirklich was los war, werden die auswärtigen Hotelgäste auf den diversen Hotelportalen im Internet natürlich immer wieder genau damit gelockt: Modernes Hotel in zentraler Lage.

    Ja, scheiße! Es ist Freitagabend um halb drei Uhr und der Alexanderplatz ist tot wie der Hinterhof eines Seniorenheims in Detmold. Ich laufe durch die Schluchten neugebauter Hotelhochhäuser und alles, was auch nur im Entferntesten nach Leben aussieht, ist geschlossen. Die Hotelbars, die (sehr wenigen) Spätis, alles, was auch nur irgendwie nach Verweilen aussieht. Die Touristen aus Bielefeld und Stuttgart liegen längst im Bett und wer aus Berlin kommt, weiß seit 20 Jahren, dass es sich nicht lohnt, dem Alexanderplatz in Sachen Nachtleben einen Besuch abzustatten.

    Und so bleibt tot, was schon seit Jahren tot ist. Meine Sorge während des nächtlichen Spaziergangs: Wenn Berlin irgendwann mal überall so aussieht wie hier… wo will man dann noch hin?

  • Nicht zu fassen

    Mitte November, mitten in einer regnerischen, kalten Nacht irgendwo in Berlin-Mitte. Vor einem geschlossenen Laden bildet sich nach und nach, doch unübersehbar eine Warteschlange. Hier stehen und sitzen auf mitgebrachten Klappstühlen Menschen, die es kaum erwarten können. Befinden wir uns in einem zeitlichen Wurmloch und die DDR-Bürger freuen sich auf Bananen? Oder hat Apple mal wieder ein neues technisches Must-Have angekündigt?

    Weder noch – diese Menschen haben ihr Gehirn ausgeschaltet und stehen tatsächlich mitten in der Nacht schon für eine Tafel Schokolade an. Sie sind Opfer eines ganz einfachen und nicht mal sonderlich innovativem Marketing-Schachtzug, wie er im Kapitalismus am allerbesten funktioniert. Du hast das ein Produkt? Dann lass die Influencer mal machen und wenn es dann soweit ist, verknappe das Produkt künstlich.

    Lindt hat den Trick drauf. Sonder-Edition heißt das dann gerne – ist auf tausend Tafeln limitiert und erzielt auf ebay schon Preise im vierstelligen Bereich. Und all die Konsumopfer springen drauf an. Nur wer eine Tafel echter Dubai-Schokolade sein Eigen nennen kann, gehört zu den coolen Leuten. Und nein, auf gar keinen Fall probieren. Dann ist die Tafel ja nichts mehr wert. Und schließlich sieht man bei den Influencern doch sehr gut, wie großartig die Schokolade schmeckt.

    Da ist es dann auch egal, dass man 360 Tage im Jahr darauf schimpft, dass die Lebensmittelpreise in Deutschland schneller steigen als das kümmerliche Praktikanten-Gehalt im nächsten großen Start-Up, das noch immer kein Geld verdient. Diese fünf Tage, die der Hype hält, will man Teil des ganz Großen sein. Man will dazu gehören. Die Influencer essen Dubai-Schokolade und endlich kann man mitreden. Dass man selbst nur der Bodensatz ist, ohne den diese Marketing-Maschine nicht läuft – geschenkt.

    Also steht man mitten in der Nacht frierend vor einem geschlossenen Laden in Berlin und redet sich den Grund, warum man nun unbedingt so eine überteuerte Schokolade haben muss, eben schön. Man tut es ja für die Freundin, die Geburtstag hat. Und sonst würde man solch einen Hype ja nicht mitmachen, aber wenn man als Teil der Schlange seine berühmten fünf Minuten hat, weil ein Fernsehteam nach dem Anderen mit der Kamera vorbeikommt und einem das Mikro in die Fresse hält, ja dann kann man schon mal eine Ausnahme machen.

    Ihr Opfer, wenn ich euch so sehe, wird mir derart schlecht, wie es mir von hunderten Tafeln Dubai-Schokoladen gar nicht werden kann.

  • Die Katastrophe mit dem Internet

    Ich bin mittlerweile auf Sylt gelandet. Was für eine schöne Insel. Auch der Campingplatz, auf dem ich mich für fünf Tage eingerichtet habe, lässt an sich keine Wünsche offen. Die Stellplätze liegen herrlich in der Natur, sind gleichzeitig jedoch auch gut geschützt gegen den Wind, der über die Insel fegt. Und das Schöne, wenn man sich im Süden der Insel aufhält: Links und rechts gibt es im wahrsten Sinne des Wortes Wasser. Etwas südlich von Rantum sind es vom Strand im Westen der Insel bis zum Wasser im Osten der Insel keine 500 Meter mehr. Es ist ja kein Geheimnis, dass Sylt immer kleiner wird. Die Naturgewalten nagen an der schmalen Insel und werden sie eines Tages ganz verschwinden lassen.

    Also: Besuchen sie Europa, so lange es noch steht. Denn auch die anderen Annehmlichkeiten hier auf dem Campingplatz können sich sehen lassen. Es gibt ein asiatisches Restaurant am Eingang, einen Crêpes-Stand, der den Gaumen verwöhnt. Auch die sanitären Anlagen sind aller Ehren wert. Groß, geräumig und wunderbar sauber. Es gibt zudem Waschmaschinen, eine Hundedusche und die obligatorischen Waschbecken zum Geschirrspülen. Selbstverständlich kann man auch die in der Chemie-Toilette des Campers gesammelten Fäkalien loswerden und bevor man abreist, kann man problemlos sein Grauwasser ablassen.

    An einem hakt es jedoch auch bei diesem Campinmgplatz – wobei ich betonen möchte: Es ist nicht das Problem dieses Campingplatzes, sondern das Problem so vieler Campingplätze, auf denen ich bisher war. Das Internet und Deutschland passen einfach irgendwie nicht zusammen. Irgendwann in Angela Merkels langer Amtszeit sind wir da falsch abgebogen und kriegen das bis heute nicht hin.

    Unsere europäischen Nachbarn staunen ja schon nicht schlecht, wenn es heißt: »Ja, es gibt W-Lan. Das kostet dann aber extra.« Und endgültig die Haare raufen sie sich dann, wenn sie merken, wie es funktioniert: Nämlich oft gar nicht.

    Immerhin: Die Anbieter weisen inzwischen darauf hin, dass man doch bitte vorher den Testzugang nutzen soll, um zu sehen, ob das Internet am eigenen Stellplatz verfügbar ist. Was dabei nicht einkalkuliert wird: Die wechselnde Windrichtung und die Anzahl der Nutzer, die gerade auf ihre Lieblingsinhalte im weltweiten Netz zugreifen. Je nachdem nämlich, wann man den empfohlenen Testzugang ausprobiert, kann es gut sein, dass dieser einwandfrei funktioniert. Hat man dann für 19,90 Euro (!!!) eine Woche Internetzugang über W-Lan gebucht, dreht der Wind und es geht nichts mehr. Spätestens am Abend, wenn alle vor ihrem Camper sitzen und sich auf dem Handy lustige TikTok-Videos ansehen, ist es dann auch egal, aus welcher Richtung der Wind kommt. Die Hotspots schaffen die Datenmenge hinten und vorne nicht und alles, was mit dem Internet zu tun hat, wird zur Geduldsprobe – wenn es am Ende denn dann überhaupt funktioniert.

    Und natürlich wissen die Anbieter dies auch. Nicht umsonst steh überall in extra großer und dicker Schrift, dass einmal gebuchte Zugänge nicht zurückgegeben werden können. Das Ganze ist von vorne bis hinten eine Mogelpackung, weil wir in Deutschland noch immer nicht begriffen haben, dass das Internet inzwischen zu den Grundnahrungsmittel einer funktionierenden Gesellschaft gehört. Noch immer gibt es Leute, die mit allein mit der Erreichbarkeit des Internets ein Geschäft wittern und so lange wir diesen Damen und Herren nicht endlich in die Suppe spucken, in dem wir z.B. einfach überall einen Zugriff aufs Internet ermöglichen, so lange wird das Internet für uns Deutsche auch Neuland bleiben.

    So sitze ich dann hier auf dem Campingplatz und möchte mir das erste Saisonspiel meiner Herzensmannschaft ansehen. Doch Pustekuchen: Der Wind steht schlecht, die Wolken sind dicht, das Bild verzerrt sich bis zur Unkenntlichkeit. Es fehlt an Datengeschwindigkeit. Nicht, weil das nicht möglich wäre. Sondern, weil es Geld kostet. Und damit die Gewinnspanne senken würde.

    Weiß Gott, ich hätte das hier bestimmt nicht aufgeschrieben, wenn es nur hier auf dem Campingplatz so wäre. Die Erfahrung ist jedoch, dass es auf fast allen Campingplätzen so ist. Man guckt schon erstaunt, wenn das W-Lan im Preis mit drin ist. Natürlich hat man es auch dann über den Standplatz irgendwie mit bezahlt. Aber immerhin: Dort, wo das W-Lan im Preis mit drin ist, funktioniert es dann meist auch halbwegs. Oder sogar, wie bei meinem Stopp in Neustadt in Holstein bisher einmalig erlebt: Hervorragend.

    Unter’m Strich kann ich nur sagen: Finger weg von W-Lan, das etwas extra kostet. Die Campingplätze geben das Anbieter weiter, die mit dem Anschluss Kohle verdienen wollen. Meist sitzen die Anbieter weit weg und sind natürlich dann, wenn es Probleme gibt, nicht erreichbar. Besser ist es, im eigenen Handytarif mal nach zubuchbaren Optionen zu schauen. So gibt es Mobilfunkanbieter, die Pakete anbieten, in denen man eine Woche lang uneingeschränktes Datenvolumen hat. Das kostet dann 9,99 Euro und ist damit noch dazu günstiger als jeder W-Lan-Anbieter zwischen Sylt und Berchtesgaden. Am Handy dann den Hotspot an und schon kann auf dem Laptop losgelegt werden, ohne dass einem der Wind oder andere TikTok-Streamer dazwischen kommen können.

    P.S. Neben dem Fußballspiel, dass mich einfach interessiert hat, muss ich mitunter auch mal größere Datenmengen wie eine Videodatei übertragen… Frag nicht nach Sonnenschein….

    P.P.S. Am Mittwoch fahre ich weiter nach Dänemark. Bin sehr gespannt, wie es dort mit dem Internet ist. Ich werde berichten.

  • Wie mir Facebook auf den Sack geht

    Die Überschrift sagt es schon: So sehr ich die Anfangsidee von Mark Zuckerberg und seiner Idee eines sozialen Netzwerkes auch mochte, so sehr geht mir das Ganze auch auf den Sack. Geld scheffeln, wo es nur geht – von der ursprünglichen Idee ist nichts mehr übrig. Schaue ich mir meine sog. Timeline mit den letzten Beiträgen meiner Freunde an, so finde ich dort alles… nur keine Beiträge meiner Freunde. Hier eine Werbeanzeige, dort ein »Vorschlag für Dich«, gefolgt von »Das könnte Dich interessieren«. Dann das Ganze von vorne, denn egal, wie es in der Überschrift auch heißt: Natürlich sind auch die Vorschläge nichts anderes als Werbeanzeigen.

    Ich habe das mal nachgezählt. Wenn ich Facebook aufrufe, erscheinen mitunter zunächst bis zu zwölf Beiträge, die nichts, aber auch gar nichts mit meinen Freunden oder mir zu tun haben. Dann irgendwo ganz versteckt: Tatsächlich ein Beitrag von jemandem, mit dem ich befreundet bin.

    Das Problem bei der ganzen Sache: Facebook checkt es bis heute nicht, wo meine Interessen liegen. Als Fan des 1.FC Nürnberg habe ich viele Freunde, die den Glubb auch als Lieblingsmannschaft angeklickt haben. Und natürlich lese ich Artikel und Neuigkeiten über den 1.FC Nürnberg, wenn sie irgendwo auftauchen. Das könnte mich eben nicht nur interessieren, es tut es.

    Was Facebook jedoch bis heute nicht checkt: Nur, weil ich News über den FCN lese, heißt das noch lange nicht, dass mich auch auch nur in entferntester Weise interessiert, was dieser seltsame Verein aus der Westvorstand so macht. Auch irgendwelche Gerüchte über die Bayern aus München oder die Eintracht aus Frankfurt haben für mich in etwa den Status eines Reissacks, der irgendwo in China umfällt. Ja, das mag auch Fußball sein, aber wenn du in Chantal verliebt bist, interessiert dich auch nicht, was Jaqueline gerade so treibt…

    Bis heute schleierhaft ist mir, warum mir immer wieder irgendwelche Beiträge über Eisenbahnliebhaber angezeigt werden. Weil ich neulich mal ein Bahnticket online gelöst habe? Oder die Werbung über Treppenlifte und Elektro-Rollstühle… Ok, ich bin über 50 Jahre alt, aber hallo?

    Nun mögen kluge Köpfe natürlich sagen: Warum machst du den Scheiß überhaupt noch mit? Melde dich ab und gut ist. Und ja, wäre ich wirklich rein privat auf Facebook, ich wäre längst weg. Doch gerade, wenn man auf Dinge hinweisen möchte, die einem wichtig sind, kommt man heutzutage leider um den Zuckerberg nicht mehr rum.

    Beispiel: Rabatzke auf dem Punkrockadvent. Natürlich würde ich mich über jede bekannte Nase freuen, die dort Anfang Dezember hinkommt. Aber wie sollen die Leute es erfahren? Früher hat man Flyer gedruckt. Heute rollt jeder Wirt mit den Augen, wenn man ein paar Zettel auf seinem Tresen lassen will. Plakate kann man auch drucken lassen – aber wo noch hin kleben? Jeder noch so kleine Winkel ist inzwischen von Firmen reserviert, die dir sofort einen Mahnbescheid ins Haus flattern lassen, wenn da mal ein Plakat wild hängt.

    Natürlich schicke ich die Info über den Punkrockadvent an alle Leute, deren Nummer ich habe. »Aber nee, Whatsapp habe ich nicht – das ist doch eine Datenkrake… kannst du mir das nicht über Facebook schicken?« Wie oft gehört und mit offenem Mund dagestanden… Whatsapp gehört – na, wem? – Mark Zuckerberg.

    Doch zum Glück ist Facebook ja kostenlos. Also erstelle ich eine Veranstaltung, verlinke ordentlich zu meinen Inhalten im Internet und poste das auf allen Facebook-Kanälen, die ich mir über die Jahre so angelegt habe. Ich schicke ordentlich rum und die Leute werden uns die Bude einrennen.

    Doch du kannst dir sicher sein: Es geschieht genau dies nicht! Schließlich entscheidet Facebook und nicht du, wem deine Beiträge angezeigt werden und wem nicht. Und wenn du unter deinem letzten Beitrag den dezenten Hinweis findest, dass du mit einer Werbeanzeige von nur 20,- Euro bis zu 5.000 Leute erreichen könntest, dann kannst du dir sicher sein: Nimmst du die 20,- Euro nicht in die Hand, wird mal ganz einfach niemand – und damit meine ich niemand, auch deine besten Freunde nicht – deinen Beitrag zu sehen kriegen.

    Fragt man nämlich so nach einer Woche mal im Freundeskreis rum: »Hey, haste schon vom Punkrockadvent gehört?«, dann schaut man definitiv in große, unwissende Augen. Nee, noch nie von gehört… Ja, danke auch, Facebook.

    Das Problem: Es fehlen die Alternativen. Ein paar gut gemeinte und lobenswerte Versuche hat es gegeben. Doch ohne Zulauf der Leute, ist selbst die beste Idee zum Scheitern verurteilt. Zumal sich die Macher stets sicher sein können: Ab einer gewissen Größe flattern die Klagen ins Haus. Ob berechtigt oder unberechtigt, sei dahingestellt. Herr Zuckerberg scheißt seine Anwälte mit Geld zu und die möchten gerne einfach nur prüfen, ob bei der Erstellung der Alternativ-Plattform nicht doch irgendwelche Patente verletzt worden sind.

    Und bis das dann geklärt ist, kann das Jahre dauern und kostenmäßig an die Decke gehen. So lange hängen wir also alle am Tropf von Herrn Zuckerberg. Da ich nicht bereit bin, dem Herr Multimilliardär auch nur 20,- Euro in den Hintern zu schieben, macht die Sache einfach keinen Spaß mehr. Denn selbst, wenn mir der Zwanziger egal wäre, was hätte ich davon? Irgendwelche Bots und Allesklicker aus Südostasien würden meine Anzeige klicken und mir damit Kosten verursachen. Aufs Punkadvent kommen diese Leute aber ganz bestimmt nicht.

    Bild von Roland Steinmann auf Pixabay

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