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Maltas Hauptstadt Valetta

Ich war tatsächlich noch in einem kleinen Supermarkt. Nicht weit vom Hotel, 24 Stunden offen, an 365 Tagen im Jahr. Kenne ich von Berlin natürlich auch, nennt sich mitunter Späti oder ist ein Lidl irgendwo am Bahnhof. Doch glaub es oder nicht: Preislich kann Berlin mit Malta nicht mithalten. Und das, obwohl ich hier im Touristenhotspot direkt am Meer bin.

Wenn ich dann mal in Rente bin und jeden Cent drei Mal umdrehen muss, ziehe ich nach Malta. Hier kann ich für wenig Geld ordentlich einkaufen gehen.

Und ich kann jederzeit ans Meer. Denn so groß ist Malta gar nicht. In etwa so groß wie das Stadtgebiet von Bremen. Passt also wie Faust aufs Auge. Der Bremer als solches wäre ja schließlich mitunter auch gerne mal eine Insel.

Nachdem ich den Vormittag vor allem Sliema rund um mein Hotel erkundet habe und nach einen ausgedehnten Spaziergang am Meer entlang bis zum Fort Tigne, musste ich meine ursprünglichen Pläne ein wenig umschmeißen. Denn das Fort ist vorübergehend geschlossen und kann nicht erkundet werden. Was dann wiederum bedeutete, dass ich Zeit hatte. Und so bin kurzentschlossen runter zur Fähre und nach Valetta rüber.

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Die Altstadt von Valetta gilt als eine der schönsten der Welt und war größtenteils ausschlaggebend dafür, dass Malta zum Ziel meines ersten Nicht-Wohnmobil-Trip seit fast drei Jahren wurde. Das Schöne daran: Ich wurde nicht enttäuscht. Hat man das kurze Stück von Sliema durch die Bucht rüber in maltesische Hauptstadt hinter sich gebracht, beginnt das wahre Staunen. Enge Gassen und Straßen, Häuser, die aus der Zeit gefallen scheinen und überall Leben. Restaurants, Geschäfte, kleine Läden, Kneipen und Bars. Hier in der Altstadt blüht das sommerliche Leben auch zwischen Weihnachten und Silvester.

Kaum eine andere Stadt bot mir während meiner Wege durch ihre Gassen so viele Fotomotive auf wenigen Metern wie Valetta. Ich durchkreuzte die Inselhauptstadt ohne großes Ziel, sondern nahm mir die Gassen der Altstadt kreuz und quer vor. Von Tritons Fountain bis zum Fort St.Elmo, von der Bazilika Santwarju bis zum Gran Harbour. In anderen Städten wären diese Sehenswürdigkeiten schon allein die Reise wert. In Valetta sieht man sie innerhalb weniger Meter.

Wie es sich für eine Hauptstadt gehört, kann man natürlich im Zentrum auch gut shoppen und wenn das Wetter mal nicht so schön ist wie an diesen Tagen, bieten unzählige Museen ihre Exponate über die Geschichte der Insel. Und da die Gassen der Altstadt meist im rechten Winkel zueinander verlaufen und Valetta noch dazu auf einer Landzunge liegt, ist Verlaufen auch ohne Google Maps im Grunde unmöglich.

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