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Brandenburg an der Havel

Die Stadt, die genauso heißt wie das Bundesland, liegt am Wasser und hat damit eigentlich schon gewonnen. Es ist jedoch vor allem die Art und Weise, wie sie am Wasser, die das Städtchen an der Havel gewinnen lässt. Denn das Wasser ist allgegenwärtig und lässt einen an fast jeder Straßenecke einmal tief durchatmen. Zwischen Silokanal und Havel liegt das Stadtgebiet teilweise auf Inseln und ist für einen tollen Ausflug auf jeden Fall bestens geeignet.

So ein langes Wochenende mit Feiertag eignet sich natürlich auch Anfang März bestens, um das Wohnmobil ein wenig zu bewegen. Ziel soll am Samstag Magdeburg sein und da Brandenburg an der Havel quasi auf halber Strecke liegt, wird eben Halt gemacht und der internationale Frauentag in der Stadt verbracht, in der im November 1923 ein gewisser Bernhard-Viktor Christoph-Carl von Bülow geboren wurde – besser bekannt unter seinem Künstlernamen Loriot.

Erster Anlaufpunkt, um Brandenburg an der Havel zu erkunden, sollte die Neustadt sein, die auf einer Insel zwischen Niederhavel und Stadtkanal liegt. In der Steinstraße finden sich allerlei kleine Geschäfte, aber auch Restaurants und Döner- und Pizza-Läden. Am Ende der Steinstraße steht die Sankt-Annen-Galerie, eine kleine Shopping-Mall mit den üblichen Marken von C&A über Media Markt bis zu hin zu dm.

Hier am Neustädtischen Markt kann man sich nun entscheiden, ob man gerne nach links in die Hauptstraße abbiegen möchte oder einfach geradeaus in den Neustädtischen Markt läuft. Entscheidet man sich für den Weg geradeaus, sollte man nicht verpassen, am Ende des Platze halb links in den Mühlendamm abzubiegen. So kommt man nämlich auf kürzestem Weg zur Fischerei, die direkt am Havelpegel in einer kleinen Holzbude zu finden ist.

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Mit einem leckeren Fischbrötchen in der Hand kann man dann weiter immer geradeaus gehen, bis man am Dom St. Peter und Paul angekommen ist. Die Grundsteinlegung dieses zunächst als romanische Saalkirche geplanten Baus erfolgte bereits im Oktober 1165. Im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts ließ der Magdeburg gekommene Bischof Germand den Dom im frühgotischen Stil erneuern und ausbauen.

Hat man den Dom besichtigt kann man über den Domstreng die Dominsel verlassen und links in den Grillendamm einbiegen. Dieser wird nach wenigen Metern zur Mühlentorstraße und führt direkt in die Altstadt von Brandenburg an der Havel. Am Marktbrunnen vor dem Rathaus kann man den Waldmops bewundern – eine kleine Statue, die an Loriot erinnern soll. Ein ordentliche Stärkung kann man sich im Ratskeller in Form eines deftigen Mittagessens holen.

Verlässt man die Altstadt wieder biegt man am besten links in die Ritterstraße ein. Diese führt direkt zur Jahrtausendbrücke und damit zur schönsten Ecke Brandenburgs an der Havel. Hier hat man die Wahl in einem der Cafés die nächste Stärkung direkt am Wasser zu sich zu nehmen oder nach links oder rechts abzubiegen, um ein wenig an der Niederhavel spazieren zu gehen.

Ich habe die Zeit genutzt und mich hier direkt an der Brücke ins Brückencafé am Heineufer gesetzt, um ein wenig dem Biergenuss und der Kreativität zu frönen. Mit Blick auf das Wasser an einem sonnigen Frühlingstag gelingen die besten Geschichten.

Alternativ kann man auch geradeaus weiter gehen und schlendert dann ein wenig die Hauptstraße entlang. Diese ist die Haupteinkaufsstraße Brandenburgs und neben vielen Geschäften findet man auch hier unzählige Cafés und Restaurants.

Am Ende der Hautstraße trifft man dann wieder auf den Neustädtischen Markt und hat die Runde damit geschlossen. Und so schön, wie ein Rundweg auch sein mag: Wie in so vielen Städten mit gut erhaltenen historischen Stadtkernen lohnt auch in Brandenburg an der Havel immer wieder der Blick in die Seitengassen. Auch die unzähligen Stadtparks, die an den diversen Wasserstraßen entlang laufen, laden hier zu kurzen Abwegen ein.

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