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Fünf Tage Paris – Tag fünf: Rund um die Sorbonne

Nachdem ich mich am Tag zuvor über Montmartre so aufgeregt habe, sollte es am letzten Tag meines Aufenthalts ins Quartier Latin gehen, das Studierendenviertel rund um die Sorbonne. Bester Startpunkt für einen solchen Bummel durchs Intellektuellenviertel schien mir der berühmte Buchladen »Shakespeare & Company«. Und in der Tat sah der kleine Laden von außen recht einladend und interessant aus. Allein: Er war hoffnungslos überfüllt und die Schlange, um überhaupt in den Laden reinzukommen, war mir schlicht zu lang.

Also gleich weiter – erst einmal durch die engen Gassen zwischen Quai Saint-Michel und Boulevard Saint-Germain. Hier laden zahlreiche kleine Läden zum Bummeln und vor allem zum Schlemmen ein. Natürlich sind auch hier viele Touristen unterwegs, doch hat es in diesem Viertel nicht diese Penetranz aus den Besuchern Kapital zu schlagen. Selbstverständlich freut man sich auch hier über Einnahmen, doch wer einfach nur schlendern will, wird nicht alle paar Meter angesprochen und kann in Ruhe seinen Weg suchen. Es ist auch bei weitem nicht so überfüllt wie auf der anderen Seite der Seine den Berg hoch.

Weiter ging es dann in Richtung Sorbonne. Schade, dass man an diesem Tag nicht in das alte Gebäude der Universität hineinkam. Zugang war nur für Universitätsangehörige, ein Blick in den Innenhof blieb mir also verwehrt.

Mein Weg führte mich dann rüber zum Pantheon. Ursprünglich mal als Kirche geplant, ist das ehrwürdige Gebäude heute die Ruhmeshalle Frankreichs, oder neudeutsch vielleicht so etwas wie eine Hall-of-Fame. Genau genommen also nicht anderes als ein überdachter Friedhof in Gebäudeform. Zahlreiche berühmte französische Persönlichkeiten haben hier heute ihre Grabstelle, darunter Josephine Baker, Marie Curie, Alexandre Dumas, Victor Hugo, Jean-Jacques Rousseau und Voiltaire.

Zu den Lebenden ging es dann runter zum Jardin du Luxembourg und von dort weiter ins nördlich vom Park gelegene Künstlerviertel Odéon mit seinem berühmten Odéon Theatre de l’Europe. Hier ein Stück weiter findet man dann das, was es in Montmartre nur noch vereinzelt gibt: Galerien, die noch echte Kunst anbieten und entsprechend ihre Preise aufrufen.

Zum Glück kostet Schaufenster bummeln und auch mal die Nase in die ein oder andere Galerie zu stecken, nichts. Also bin ich die Rue de Seine hoch bis zum Square Gabriel Pierné und von dort über die Rue Mazarine dann wieder zur Seine runter. Ein  bisschen Geld bin ich dann am Ende auch noch los geworden, doch dafür hängt demnächst dann auch ein schönes Bild aus Paris in meinem Wohnzimmer. Es wird mich immer daran erinnern, dass ich hier in diese Stadt unbedingt zeitnah noch einmal zurückkehren muss.

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