{"id":452,"date":"2024-08-23T23:42:07","date_gmt":"2024-08-23T21:42:07","guid":{"rendered":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/?p=452"},"modified":"2024-09-24T13:44:55","modified_gmt":"2024-09-24T11:44:55","slug":"campen-in-schweden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/?p=452","title":{"rendered":"Campen in Schweden"},"content":{"rendered":"\n<p>Heute bin ich in <em>Bor\u00e5s<\/em> in der s\u00fcdschwedischen Provinz <em>V\u00e4stra G\u00f6talands l\u00e4n<\/em> angekommen und weil nicht mehr wirklich Zeit war, die Umgebung bzw. die Stadt zu erkunden, habe ich das auf morgen verschoben. Und mir dann gleichzeitig gedacht, dass ich eigentlich auch mal was dar\u00fcber schreiben k\u00f6nnte, wie es allgemein so ist, wenn man mit dem Camper (oder auch Wohnmobil) in Schweden unterwegs ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun, in aller erster Linie ist es nat\u00fcrlich \u00fcberwiegend sehr sch\u00f6n, mit dem Camper in Schweden unterwegs zu sein. Die Landschaft ist au\u00dferhalb der St\u00e4dte wundersch\u00f6n und sehenswert und immer wieder kommt man an den verschiedensten Gew\u00e4ssern vorbei, an denen man sich denkt: Eigentlich m\u00fcsstest du hier kurz anhalten. Sprich: Was quasi die Gegend angeht, h\u00e4lt Schweden in jedem Fall das, was es verspricht.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch die Fahrerei im Allgemeinen ist recht angenehm. Vor allem, wenn man in einem Camper unterwegs ist, der von Natur aus ja schon mal nicht so flitzt wie PS-starker Mittelklassewagen. W\u00e4hrend man in Deutschland auf den Autobahnen jedoch schon beim Blinker setzen unruhig in den R\u00fcckspiegel schaut, weil w\u00e4hrend des LKW-\u00dcberholvorgangs bestimmt wieder jemand mit Lichtlupe von hinten angerauscht kommt (was bei mir dann allerdings immer bewirkt, dass ich den Fu\u00df erst einmal vom Gas nehme, um den \u00dcberholvorgang noch ein wenig in die L\u00e4nge zu ziehen), ist Autofahren in Schweden sehr entspannt. Das mag auch daran liegen, dass es erstens nur sehr wenige echte Autobahnen gibt und zweitens &#8211; bis auf wenige Ausnahmen mit einem Tempolimit von 120 km\/h &#8211; sowieso nicht schneller als 110 km\/h gefahren werden darf. Und die schaffe ich mit meinem Camper dann doch auch noch.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem oder gerade deshalb sollte man in Schweden tunlichst darauf achten, die H\u00f6chstgeschwindigkeit auch einzuhalten. Denn sonst kann es sehr schnell sehr teuer werden. Schon bei kleinsten \u00dcberschreitungen drohen Bu\u00dfgelder von 220 Euro und mehr. Und wer auf einer der vielen ausgebauten Landstra\u00dfen zu schnell unterwegs ist, dem drohen nicht nur Bu\u00dfgelder &#8211; sie sind ihm oder ihr fast sicher. Denn alle paar Kilometer steht am Stra\u00dfenrand ein fest installierter Blitzer. Gut zu erkennen und meist durch Stra\u00dfenschilder schon angek\u00fcndigt. Also, Leute: Fahrt nur so schnell, wie es erlaubt ist und dann passt das schon. Lasst das deutsche Autofahrer-Gen einfach zu Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Es empfiehlt sich sowieso, stets aufmerksam zu sein, was die Geschwindigkeit angeht, denn so etwas wie eine Einheitsgeschwindigkeit gibt es nicht. Mal darf man auf Landstra\u00dfen 80 km\/h fahren, dann in langen Abschnitten nur 70 km\/h. In Ortschaften sind mal 50 km\/h, mal 40 km\/h, oft aber auch nur 30 km\/h erlaubt. Ein echter Grund, warum in manchen Wohngebieten mit 50 km\/h durchgebrettert werden darf und es in anderen mit 30 km\/h eher gem\u00e4chlich zugeht, hat sich mir nicht erschlossen. Da hei\u00dft es also: Aufmerksam bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber apropos zu Hause: Die schwedische Campingsaison geht von Mitte Juni bis Mitte August &#8211; und keinen Tag l\u00e4nger. Waren die Campingpl\u00e4tze in Schweden Anfang August alle noch voll, sind sie jetzt so leer, dass man sich seinen Platz oft frei aussuchen kann. Zwar sind hier im Drei-Kronen-Land noch bis Ende August Schulferien, doch nur wenige Schweden reizen diese bis zum Ende aus. Das liegt vor allem auch am Wetter. Denn ab Mitte August wird es in Schweden regnerisch.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer also eine Reise mit dem Camper, dem Wohnwagen oder auch mit dem Zelt durch Schweden plant, hat hier die Qual der Wahl: Entweder gut besuchte Campingpl\u00e4tze, daf\u00fcr (im herk\u00f6mmlichen Sinne) gutes Wetter. Oder aber genau die Abgeschiedenheit, die viele Menschen ja mit einem Urlaub in Schweden verbinden, daf\u00fcr aber eben ab Mitte August die erh\u00f6hte Gefahr auf Regentage.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich gibt es &#8211; je mehr, je weiter man nach Norden kommt &#8211; auch Campingpl\u00e4tze, auf denen man in der Hochsaison unter Wenigen ist, doch da muss man ja dann auch erst einmal hinkommen. <\/p>\n\n\n\n<p>Und damit w\u00e4ren wir dann beim letzten Stichwort: Wie kommt man \u00fcberhaupt nach Schweden? Als reine Autofahrt ist dies tats\u00e4chlich nur \u00fcber den \u00d6stersund zwischen Kopenhagen und Malm\u00f6 m\u00f6glich. Dort gibt es die \u00d6stersund-Br\u00fccke und man muss seinen Camper nicht auf irgendein Schiff verladen. Der Umweg \u00fcber D\u00e4nemark lohnt aber nicht wirklich, wenn man nicht explizit auch Ziele in D\u00e4nemark hat. Denn die Br\u00fccke kostet Maut und die ist mit knapp 125 Euro f\u00fcr ein Wohnmobil \u00fcber sechs Metern L\u00e4nge schon recht happig. Z\u00e4hlt man dann das Benzin oder den Diesel dazu, den man f\u00fcr den Umweg verf\u00e4hrt, ist man weit \u00fcber dem Preis, den man z.B. f\u00fcr eine \u00dcberfahrt zwischen Rostock und Trelleborg in S\u00fcdschweden bezahlt. Das Ticket f\u00fcr die \u00dcberfahrt am kommenden Montag hat mich 79 Euro gekostet.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher mein letzter Tipp f\u00fcr heute: Macht euch \u00fcber F\u00e4hrverbindungen schlau. Trelleborg &#8211; Rostock habe ich schon genannt. Nach Swinem\u00fcnde auf R\u00fcgen fahren die F\u00e4hren aus S\u00fcdschweden auch. Und wer von Kiel abf\u00e4hrt, kann den S\u00fcden Schwedens gleich ganz \u00fcberspringen und landet z.B. in G\u00f6teborg oder in Oslo. Allerdings sind diese F\u00e4hrfahrten etwas l\u00e4nger und gleichen daher schon fast einer kurzen Kreuzfahrt. Die entsprechenden Preise gleich mit eingeschlossen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein paar Tipps \u00fcber den Urlaub im Camper in Schweden.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":453,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,10,21],"tags":[],"class_list":["post-452","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aktuell","category-auf-reisen","category-schweden"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/452","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=452"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/452\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/453"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=452"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=452"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/melodieundwahnsinn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=452"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}